Entwicklung

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Entwicklung

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Ent|wick|lung […õnt'v…™kl äŇč], die, -, -en:
1.
a) [körperliche und seelische] Reifung:
Krankheiten können die Entwicklung des Kindes stören.
Syn.: ‚ÜĎ Wachstum.
b) Verlauf, Fortgang:
die wirtschaftliche, demografische, technische Entwicklung; die Entwicklung des Umsatzes verfolgen, beobachten.
2. das Entwickeln, Erfinden, Konstruieren von etwas Neuem:
die Entwicklung dieses Medikaments hat Millionen gekostet; im Sektor Forschung und Entwicklung arbeiten.

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Ent|wiŐ£ck|lung ‚Ć©f. 20‚Ć™
I ‚Ć©unz.‚Ć™
1. das Entwickeln
2. das Sichentwickeln
‚óŹ die \Entwicklung eines Films; das Kind ist, steht noch in der \Entwicklung; das Verfahren ist noch in der \Entwicklung begriffen
II ‚Ć©z√§hlb.‚Ć™
2. Erfindung, Konstruktion
‚óŹ das Unternehmen stellt seine neuesten \Entwicklungen vor

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Ent|wiŐ£ck|lung:
1) in der ‚ÜĎ Chromatographie die allm√§hliche Trennung der Bestandteile des Untersuchungsgemischs unter der Einwirkung des Elutionsmittels;
2) in der ‚ÜĎ Photographie die Sichtbarmachung des latenten photographischen Bildes durch Red. des belichteten Silberhalogenids zu metallischem Silber. Die photographischen Entwickler enthalten neben Stabilisatoren insbes. Alkalien u. reduzierend wirkende Benzoldiole, Aminophenole u. Benzoldiamine.

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Ent|wiŐ£ck|lung , die; -, -en:
das ‚ÜĎ Sichentwickeln (1-7).

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Entwicklung,
 
1) Biologie: Prozess der Ausdifferenzierung und Entfaltung der Lebewesen, wobei die endg√ľltige Gestalt eines Organismus gleicherma√üen das Ergebnis der Individualentwicklung als auch der Stammesentwicklung (Evolution, Abstammungslehre) ist. W√§hrend die Entwicklungsgeschichte (Biogenie, Entwicklungsmorphologie) den Ablauf der Einzelentwicklungen verschiedener Organismen oder -gruppen durch morphologische Untersuchungen beschreibt und vergleicht, versucht die Entwicklungsphysiologie (Entwicklungsmechanik, kausale Morphologie) die Entstehung eines Entwicklungsstadiums aus dem vorhergehenden kausal zu erkl√§ren und so zu Gesetzen der Formbildung der Lebewesen zu gelangen. Ihr Mittel ist der in den Entwicklungsablauf ver√§ndernd eingreifende Versuch. Die Ergebnisse der vergleichenden Entwicklungsgeschichte und der Entwicklungsphysiologie werden verbunden, um den Entwicklungstyp der verschiedenen Organismen zu kennzeichnen und den Bau- und Funktionsplan der Pflanzen- und Tierst√§mme sowie des Menschen zu erkennen.
 
Grundlegende Ph√§nomene der Entwicklungsprozesse sind die Zellvermehrung (bei allen mehrzelligen Organismen), die Zelldifferenzierung, d. h. die verschiedenartige Ausgestaltung von Zellen hinsichtlich ihrer molekularen Zusammensetzung und Funktion (Differenzierung), und die Regulation, die sowohl die zur Zell- und Organdifferenzierung n√∂tigen Regulationsprozesse umfasst als auch die F√§higkeit eines Teilkeims, mehr hervorzubringen, als seinem normalen Anteil an der Embryonalentwicklung entspricht (im Extremfall einen vollst√§ndigen Embryo); auch bei der Regeneration verloren gegangener Organe oder K√∂rperteile (z. B. Extremit√§ten beim Molch) spielen Regulationsprozesse eine wichtige Rolle. Ein weiterer grundlegender Prozess ist die Regression, d. h. die R√ľckbildung von Zellen oder Organen (z. B. der Embryonalorgane) oder deren Teilen, die in bestimmten F√§llen sogar unerl√§sslich f√ľr die weitere Entwicklung ist. Bei Tieren sind Zellwanderung oder Umlagerung von Zellgruppen eine Grundvoraussetzung f√ľr die Entwicklung der K√∂rpergestalt. Jeder Entwicklungsprozess ist mit Wachstum verbunden, sei es durch Zellvergr√∂√üerung (bei Einzellern die einzige Form des Wachstums) oder durch Zellvermehrung. W√§hrend bei Tieren in der Regel das Wachstum auf bestimmte Entwicklungsstadien beschr√§nkt ist (z. B. beim Menschen und den meisten Tieren h√∂rt das Wachstum kurz nach der Geschlechtsreife auf), kann das Wachstum bei Pflanzen bis zu ihrem Tod dauern, da zeitlebens embryonale (wachstumsf√§hige) Zellen in den Vegetationspunkten vorhanden sind.
 
 
und Tiere: Die Individualentwicklung beginnt (außer bei Einzellern sowie bei Jungfernzeugung u. a. Formen der ungeschlechtlichen Vermehrung) mit der Befruchtung der Eizelle. Sie durchläuft bis zum Tod des Individuums mehrere Stadien: Embryonalstadium, Jugendstadium, Adult- oder Reifestadium und in der Regel ein Altersstadium (Seneszenz).
 
Die Embryonalentwicklung einer befruchteten Eizelle beginnt mit der Zerteilung des Plasmas in Zellen (Furchung); meist bildet sich zun√§chst ein Zellhaufen, die Morula. Alsbald entstehen im Keiminnern L√ľcken, die zu einer fl√ľssigkeitsgef√ľllten H√∂hlung verschmelzen (Furchungsh√∂hle, Blastoz√∂l). Die Zellen (Furchungszellen, Blastomeren) ordnen sich zu einem einschichtigen Verband an der Oberfl√§che der Hohlkugel (Blasenkeim, Blastula), oder sie umschlie√üen den Dotter als Keimhaut (Blastoderm, Periblastem). Zum Schutz und zur Ern√§hrung des Embryos k√∂nnen blutgef√§√üf√ľhrende H√ľllen (Embryonalorgane) entwickelt sein.
 
Die Entwicklung der K√∂rpergrundgestalt: Bei dotter√§rmeren Eiern entsteht aus der Blastula durch Einst√ľlpung (Invagination, Gastrulation) die zweischichtige Gastrula (Becherkeim, Becherlarve) mit einer √Ėffnung (Urmund, Blastoporus), durch die der neue Hohlraum (Urdarm) mit der Au√üenwelt in Verbindung steht; die beiden Zelllagen sind die prim√§ren Keimbl√§tter: √§u√üeres Keimblatt (Ektoderm, Ektoblastem, Ektoblast) und inneres Keimblatt (Entoderm, Entoblastem, Entoblast); aus Letzterem entsteht sp√§ter noch ein drittes, mittleres Keimblatt (Mesoderm, Mesoblastem, Mesoblast) in zwei Ausformungen. Die Keimbl√§tter enthalten die Anlage der sp√§teren Organe. Aus dem Ektoderm entstehen Haut, Nervensystem, Sinnesorgane, aus dem Entoderm der Darm, aus dem Mesoderm Leibesh√∂hle, Muskulatur, Bindegewebe, Skelett, Nieren und Geschlechtsorgane. Beim Frosch z. B. entspricht der Urmund dem sp√§teren After, die Basis des Urdarms wird Darm, der Mund st√∂√üt am blinden Ende des Urdarms durch. Mit der Auffaltung der R√ľckenplatte zum Medullarrohr (Gehirn und Nervenrohr), der Abgliederung der Chorda (Grundlage der Wirbels√§ule) und der Umgestaltung des Mesoderms zu Ursegmenten (Muskelanlagen) ist im Wesentlichen die K√∂rpergrundgestalt des Wirbeltieres erreicht.
 
Bei dotterreichen Eiern (beim Menschen ist der Dotter infolge der Eiern√§hrung im Uterus durch Fl√ľssigkeit ersetzt) endet die Furchung in einer Keimscheibe, die z. B. beim Huhn auf dem Dotter schwimmt (¬ĽHahnentritt¬ę) und ihn umw√§chst; aus ihr geht die K√∂rpergrundgestalt hervor, indem Kopf-, Rumpf- und Schwanzmerkmale sich ausbilden; die Dottermasse wird dabei langsam verbraucht.
 
Die einzelnen Organe formen sich durch √∂rtliche Faltungen, Invagination und Delamination, und ihre Zellen differenzieren sich f√ľr die zu leistende Funktion. Das Jugendstadium kann bereits manche Z√ľge des Erwachsenen tragen und diese durch allm√§hliche Umformung weiterbilden (direkte Entwicklung; z. B. bei Wirbeltieren); es kann auch maskiert als ¬ĽLarve¬ę verbracht werden, oft unter anderen Lebensumst√§nden als f√ľr den sp√§teren Organismus (indirekte Entwicklung; holometabole Insekten und Froschlurche).
 
Das Reifestadium zeichnet sich durch die Geschlechtsreife oder die Bereitschaft zu ungeschlechtlicher Fortpflanzung aus. Es können einzelne Generationen mit unterschiedlichen Fortpflanzungsweisen aufeinander folgen (Generationswechsel). Bei Schmarotzern ist damit häufig ein Wirtswechsel verbunden, z. B. beim Erreger der Malaria (Entwicklungszyklus). Dem Tod des Individuums geht in der Regel ein Altersstadium (Seneszenz) voraus, das durch degenerative Veränderungen und Funktionsverluste gekennzeichnet ist.
 
Auch bei den Pflanzen kann die Individualentwicklung in mehrere Stadien eingeteilt werden. Bei den Samenpflanzen werden vier Stadien unterschieden: eine embryonale Phase, eine unselbstst√§ndige vegetative Phase, in der der Keimling noch von den Reservestoffen der Mutterpflanze lebt, eine selbstst√§ndige vegetative Phase, in der die junge Pflanze selbstst√§ndig assimiliert, und eine reproduktive Phase, die der Fortpflanzung dient. Bei den niederen Pflanzen (Algen, Moose, Farne) folgt auf ein kurzes, embryonales Keimstadium direkt die selbstst√§ndige vegetative Phase, die dann in die Reproduktionsphase √ľbergeht.
 
Bei Samenpflanzen w√§chst die befruchtete Eizelle in der Embryonalentwicklung zu einem wenigzelligen, fadenartigen Gebilde aus, dem Proembryo. Der eigentliche Embryo wird sp√§ter nur von der Spitzenzelle (Apikalzelle) dieses Proembryos hervorgebracht. Seine √ľbrigen Zellen bilden den Embryotr√§ger (Suspensor), der den Embryo tiefer in das N√§hrgewebe (Endosperm) hineinschiebt.
 
Die Entwicklung des eigentlichen Embryos beginnt mit der Bildung von L√§ngsw√§nden in der Apikalzelle des Proembryos; sie teilt sich wiederholt und schwillt dabei kugelig an (Embryonalkugel). Die Sprossanlage leitet sich von den vier endst√§ndigen Zellen des Achtzellenstadiums ab und bildet den Hauptteil des Embryos. Durch weitere Teilungen bauen sich aus ihm die Keimbl√§tter (Kotyledonen) auf. Aus einem kleinen Zellbezirk, bei zweikeimbl√§ttrigen Pflanzen zwischen den Keimbl√§ttern, geht der Sprossvegetationspunkt f√ľr die Entwicklung der K√∂rpergrundgestalt hervor. Die basalen vier Zellen des Achtzellenstadiums lassen die Wurzelanlage entstehen. Nahe dem Ende dieser Anlage liegt der Vegetationspunkt der Wurzel.
 
Die Ausbildung der Grundorgane wird nach der Samenkeimung in den Jugendstadien fortgesetzt. Auch ihre Formung ist stets von Wachstumsvorg√§ngen begleitet. Bl√§tter und Bl√ľten werden in bestimmten Zeitrhythmen ununterbrochen, auch w√§hrend des ganzen Reifestadiums, neu gebildet. W√§hrend jedoch die Entwicklung des Embryos durch Furchungsteilungen geschieht, finden in den embryonalen Geweben (Meristeme) der Vegetationspunkte normale Zellteilungen mit anschlie√üendem Zellwachstum statt. Die Formwandlungen der Pflanzen k√∂nnen mit Generationswechsel verbunden sein, z. B. bei Farnen und Moosen.
 
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie v. a. auch in den folgenden Artikeln:
 
Altern · Embryo · Furchung · Regulation · Wachstum
 
 2) Fotografie: Entwickler.
 
¬†3) Philosophie: Auswicklung, Entfaltung und Ausgestaltung des im Grunde einer Einheit Eingefalteten, z. B. als Entfaltung eines Gedankens, einer Vorstellung, einer Definition oder auch des Lebendigen, z. B. einer Pflanze aus dem Samen. In diesem Sinne wurde in der Naturphilosophie Entwicklung der Natur aufgefasst als stufenf√∂rmiges Entstehen aller Materie und allen Lebens in ihrer Komplexit√§t, einschlie√ülich des Menschen als Vollendung, aus einem urspr√ľnglichen gegebenen einfachen Urzustand. Bezogen auf den Menschen bezeichnet Entwicklung die Entfaltung der Anlagen, die in der Seele eines Individuums unentwickelt vorhanden sind. In der Geschichte beschreibt der Begriff Entwicklung das Streben nach Vervollkommnung des Menschen und einer fortschreitenden Verbesserung seiner Lebensbedingungen; stets zu Neuem f√ľhrend richtet sich Entwicklung auf ein in der Zukunft liegendes Ziel. Die Aufkl√§rung und der deutsche Idealismus sahen Weg und Ziel der Entwicklung, ausgehend vom vernunftlosen, aber vernunftbegabten und autorit√§tsabh√§ngigen Menschen, darin, dass das Leben des einzelnen Menschen und der Gang der Geschichte zunehmend von der Vernunft bestimmt werde. G. W. F. Hegel f√ľhrte den Gedanken der dialektischen Entwicklung des Geistes ein, der, durch den Widerspruch getrieben, aus einer Einheit durch Ent√§u√üerung in Natur und Geschichte in seine Differenzierung, sein Anderssein √ľbergehe und damit in Stufen des Bewusstseins zu sich komme. Mit dem Begriff der Entwicklung ist der Begriff der Freiheit eng verbunden.
 
¬†4) Politik und Wirtschaft: Aufbau, Ausbau und Auslastung des gesamtwirtschaftlichen Produktionspotenzials zur Versorgung der Bev√∂lkerung mit G√ľtern und Dienstleistungen im Rahmen einer sozialen und politischen Ordnung, die Menschen- und B√ľrgerrechten sowie anderen Grundwerten wie Freiheit, sozialer Gerechtigkeit, innerem und √§u√üerem Frieden verpflichtet ist, in nationale Unabh√§ngigkeit das kulturelle Erbe bewahrt und die nat√ľrlichen Lebensgrundlagen sch√ľtzt. Der Begriff Entwicklung hat somit eine wirtschaftliche, eine soziale und eine politische Dimension und kann sowohl im Sinne eines zeitpunktbezogenen Entwicklungsstandes als auch eines zeitraumbezogenen Entwicklungsprozesses verstanden werden.
 
Im engen volkswirtschaftlichen Sinn wird Entwicklung als Synonym f√ľr wirtschaftliches Wachstum angesehen, als Anstieg des Sozialprodukts oder des Pro-Kopf-Einkommens bei m√∂glichst hoher Auslastung des Produktionspotenzials mit dem Ergebnis, dass sich der materielle Wohlstand, das Versorgungsniveau der Bev√∂lkerung, verbessert. In einem zweiten Schritt wird Entwicklung als Verbesserung objektiv feststellbarer Lebensbedingungen verstanden, wozu neben dem materiellen Lebensstandard (z. B. Befriedigung der Grundbed√ľrfnisse Ern√§hrung, Unterkunft, Bekleidung) auch soziale Indikatoren z√§hlen (z. B. Arbeitsbedingungen, individuelle Freiheit, soziale Sicherheit) und Verteilungsaspekte (z. B. Einkommensverteilung, Bereitstellung √∂ffentlicher G√ľter und Infrastruktur) einbezogen werden. In den letzten Jahren wurde der vom Entwicklungsprogramm der UNO (UNDP) konzipierte Index der menschlichen Entwicklung (Human Development Index) zu einem Ma√üstab f√ľr den wirtschaftlich-sozialen Entwicklungsstand eines Landes. Bewertet werden Lebensdauer, Bildungs- und Einkommensniveau als Voraussetzungen menschlicher Entwicklungschancen. Als Indikatoren f√ľr wirtschaftlichen Wohlstand und soziale Entwicklung gelangen dar√ľber hinaus zunehmend u. a. Aussagen √ľber Armut, Gesundheit, Situation der Frauen, Rohstoff- und Energieverbrauch, Demographie und Trends der wirtschaftlichen Leistung in den Mittelpunkt des Interesses. Als Ziel der Entwicklung wird nunmehr √ľber die Einkommenssteigerung hinaus das menschliche Wohlergehen verstanden, was u. a. erfordert, den erwirtschafteten Wohlstand mehr als bisher zielgerichtet f√ľr die menschliche Entwicklung einzusetzen.
 
Das in den westlichen Industriestaaten bisher praktizierte, v. a. auf wirtschaftliches Wachstum ausgerichtete Lebens- und Entwicklungsmodell ist an seine Grenzen gestoßen und droht die Regenerationsfähigkeit der Erde zu erschöpfen. Insofern sind in den letzten Jahren zunehmend ökologische Fragen in die Begriffs- und Zielbestimmung von Entwicklungen aufgenommen und Konzepte einer umweltverträglichen Entwicklung (nachhaltige Entwicklung) vorgelegt worden.
 
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie v. a. auch in den folgenden Artikeln:
 
Entwicklungshilfe · Entwicklungspolitik · Fortschritt · Wachstum · Wohlstand
 
¬†5) Psychologie: die gerichtete, zeitlich geordnete und in sich zusammenh√§ngende Abfolge von Ver√§nderungen im Verhalten des Menschen. Diese Ver√§nderungen k√∂nnen in funktioneller (z. B. in Form des Auftretens neuer oder des Verschwindens bereits ausgebildeter Verhaltensfunktionen), in organisatorischer (z. B. in Form der Koordination oder der Verselbstst√§ndigung einzelner Verhaltensfunktionen) oder in struktureller Hinsicht (z. B. durch den Auf- beziehungsweise Abbau √ľbergeordneter verhaltensregulierender Systeme) erfolgen. Aussagen √ľber die steuernden und regulierenden Faktoren des Entwicklungsprozesses versuchen die Entwicklungstheorien zu machen. Dabei sind zwei gegens√§tzliche Auffassungen zu unterscheiden: Nativismus und Empirismus. In ihrer extremen Auspr√§gung sind beide Auffassungen jedoch widerlegt: Man wei√ü vielmehr, dass Entwicklung immer das Ergebnis einer Wechselwirkung von Genetik und Sozialisation, von Anlage- und Umweltfaktoren sowie von Reifungs- und Lernprozessen ist (Konvergenztheorie von L. W. Stern).

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Ent|wiŐ£ck|lung, die; -, -en: das [Sich]entwickeln (1-7).

Universal-Lexikon. 2012.

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